Dorn-Therapie

Die sanfte Wirbel- und Gelenktherapie nach D. Dorn (im Folgenden Dorn-Therapie genannt) ist eine manuelle Methode, mit der zahlreiche Rücken- und Gelenkbeschwerden behandelt werden können. Zu den Symptomen, bei denen eine Dorn-Therapie helfen kann, gehören unter anderem Bewegungseinschränkungen, Funktionseinschränkungen bzw. Fehlfunktionen und Subluxationen des Stütz- und Bewegungsapparates, die sich bis hin zu Symptomen von inneren Organen auswirken können.

Die Dorn-Therapie richtet sich in erster Linie auf die Korrektur von verschobenen Wirbeln sowie verschobenen oder subluxierten Gelenken. Die Fehlstellung der Wirbel und Gelenkflächen werden durch sanften Druck des Behandlers bei gleichzeitiger Bewegung des Patienten korrigiert. Die Bewegung des Patienten beschäftigt die Muskulatur und „lenkt sie ab“. Im Ruhezustand würde die Muskulatur den Wirbel oder das Gelenk in seiner falschen Position festhalten.

Die Dorn-Therapie ist eine sanfte Behandlungsmethode. Dennoch lassen sich Schmerzen während der Behandlung oft nicht vollständig vermeiden. Der Schmerz ist ein wichtiges Signal für den Therapeuten. Er gibt Hinweise auf Fehlstellungen – denn ein verschobener Wirbel schmerzt häufig, wenn Druck auf ihn ausgeübt wird. Der Therapeut geht bei der Behandlung grundsätzlich nur bist zur Schmerzgrenze des Patienten. Das heißt, sobald der Patient einem Korrekturdruck ausweicht, ihn abwehrt oder zurückzuckt, beendet der Therapeut die Korrektur an dieser Stelle.

Als ganzheitliche Behandlungsmethode berücksichtigt die Dorn-Therapie stets alle Gelenke und die gesamte Wirbelsäule. In einzelnen Fällen kann jedoch auch durchaus eine Teilbehandlung, die nur auf die akuten Beschwerden an bestimmten Stellen gerichtet ist, sinnvoll sein.

Welche Prozesse genau bei der Dorn-Therapie im Körper ablaufen, bleibt dabei ein Stück weit offen. Die Erfahrung zeigt, dass sich die Dorn-Therapie positiv auf den gesamten Organismus auswirkt. Sie wird sogar von einigen Schulmedizinern angewendet, ist jedoch wissenschaftlich und schulmedizinisch bislang nicht anerkannt.

Kontraindikationen für eine Dorn-Therapie:
Bei Vorliegen folgender Beschwerden oder Erkrankungen führe ich in meiner Praxis generell keine Dorn-Therapie durch bzw. verlange ich vor der Behandlung eine ärztliche Abklärung.

  • Unfälle/Traumata
  • Tumorerkrankungen mit Knochenmetastasen
  • Akute Erkrankungen z.B. akute Infekte mit Fieber, Gelenkentzündungen, akuter Migräneanfall
  • Akuter Bandscheibenvorfall
  • Lähmungserscheinungen / Sensibilitätsstörungen
  • Medikamente z.B. Kortison-Dauertherapie, regelmäßige Einnahme starker Schmerzmittel, z.B. Fentanyl®, blutverdünnende Medikamente, z.B. Marcumar®
  • Ausgeprägte Osteoporose
  • Beschwerden des Beckens und der Lendenwirbelsäule in der Schwangerschaft

Behandlungszeit und Dauer der Behandlung
Eine vollständige Behandlung nach Dorn dauert etwa eine Stunde. Häufig bringt bereits die erste Sitzung einen Erfolg. Spätestens nach drei bis vier Behandlungen sollten die Beschwerden nachlassen oder ganz verschwunden sein. Zwischen den einzelnen Terminen sollte mindestens eine Woche Zeit liegen. Bei starken Beschwerden ist es sinnvoll zwischen den ersten Behandlungen nicht mehr als 1-2 Wochen vergehen zu lassen. Regelmäßig durchgeführte Selbsthilfeübungen unterstützen den Erfolg.

Eine vorbeugende Untersuchung und ggf. Korrektur der Fehlstellungen ein- bis zweimal jährlich kann spätere Rücken- und Gelenkschmerzen vermeiden.